„DAS WAR IN DIESER FORM UM DEN AMMERSEE BISHER NICHT DA“

(12. Dezember 2017) Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Ammersee im von EU und Freistaat Bayern getragenen LEADER-Förderprogramm besteht seit 10 Jahren. Die Mitgliederversammlung 2017 behandelte am 23. November in Pähl aktuelle und kommende Vorhaben und stellte rückblickend einige der verwirklichten Projekte vor.

Bürgerschaftliche Ideen zur nachhaltigen Entwicklung der Ammersee-Region in die Umsetzung zu bringen, darin sieht LAG-Manager Detlef Däke seine und die Aufgabe der LAG Ammersee. Dabei sind LEADER-Fördermittel ein wichtiger Hebel: Von den in der laufenden Förderperiode (2014–2020) insgesamt verfügbaren 1,1 Mio. EUR sind aktuell 642.233 EUR ausgeschöpft. Es sei also noch genug Geld übrig, so Däke, in den nächsten drei Jahren weitere Projekte zu entwickeln. Zusätzlich kann auf ein Kooperationsbudget für Gemeinschaftsprojekte mit anderen LAGs zurückgegriffen werden. Von den hier für die LAG Ammersee verfügbaren 400.000 EUR sind derzeit erst knapp 6.000 EUR abgerufen.

Die LAG Ammersee könne stolz sein auf das bisher Erreichte, so Däke, „aber da könnte auch noch ein bisschen mehr gehen.“ Seit Beginn der Förderperiode sei die Wahrnehmbarkeit der LAG deutlich gewachsen und einige Projekte seien bereits gestartet. Dazu zählte Däke „Kulturelemente in der Landschaft“, „Studie Freizeiträume an den Seen“, „Erholungsgelände Aidenried“ „Schacky Park“, „Dorfladen Wörthsee“ sowie „Jugendtreff Soccerbox Dießen“. Von diesen genehmigten und gestarteten Projekten habe er gehofft, schon im zu Ende gehenden Jahr mit der Umsetzung in der Öffentlichkeit sichtbar zu werden. Das habe sich noch nicht erfüllt, werde aber 2018 mit weiteren Fortschritten sicher geschehen.

Der LAG-Manager berichtete über eine Vielzahl von Projektthemen, „die 2017 im Gespräch waren und sich in verschiedene Richtungen entwickelten“. Bei einigen laufe inzwischen die Vorbereitung des Förderantrags, wie dem „Landeskulturellen Wanderweg Andechs“, bei anderen werde die Abstimmung fortgesetzt, einige Themen würden mit anderen Förderprogrammen, wie das BIGHub-Projekt des Ammersee Denkerhauses, weiterverfolgt. Andere hätten keine Konkretisierung durch die Ideengeber erfahren. In seinem Tätigkeitsbericht ging Däke zudem auf eine Vielzahl von Veranstaltungen und Sitzungen ein. Dabei hob er Aktionen im Projekt „Studie vernetzte Jugendplätze“ hervor, bei der mit Realschulen in Herrsching und Dießen, Jugendzentren und der Hochschule München innovativ zusammengearbeitet wurde.

Der LEADER-Koordinator für das Allgäu und das westliche Oberland vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten, Ethelbert Babl, fand in seinem Grußwort anerkennende Worte für die Arbeit der LAG Ammersee. Er habe hier von „tollen Projekten“ erfahren und er habe „sehr engagierte Menschen“ getroffen. Aus den vielfältigen Aktionen in der Region hob Babl die Jugend-Workshops und die Entwicklung internationaler Beziehungen mit polnischen LAGs hervor. Abschließend gratulierte er zu „10 Jahren LAG Ammersee“ und wünschte den Akteuren viel Erfolg.

In der vorangegangen, ersten Förderperiode (2007 -2014) hatte die LAG Ammersee insgesamt 875.000 EUR Fördermittel ausgeschöpft. Zum 10-jährigen Jubiläum stellten einige Vertreter ihre Projekte auf der Mitgliederversammlung vor: Pater Theophil vom Missionsmuseum St. Ottilien (Fördersumme: 300.000 EUR), Marion Ratz vom Schacky-Park Dießen (72.590 EUR), Herwig Stuckenberger von „Heimat erkennen“ (18.000 EUR) sowie Marc Schlüpmann vom Ammersee Denkerhaus (11.725 EUR). Mit ihren kurzen Präsentationen zeichneten sie ein vielfältiges Bild erfolgreicher LEADER-Förderung um den Ammersee und dankten für die Unterstützung.

„Mehr Menschen mobilisieren mitzutun“

LAG-Manager Detlef Däke gab der Mitgliederversammlung einen Ausblick auf das kommende Jahr. Die LAG Ammersee soll aktiv die Themenentwicklung vorantreiben und „wir wollen mehr Menschen mobilisieren mitzutun“, so Däke. Vor allem will er den Austausch zu Themen in der Region erweitern, die sich aus der Lokalen Entwicklungsstrategie ergeben. Diese setzt mit „klimafreundliche Mobilität“, „Ammersee als Kulturregion“, „regionales Wirtschaften“, „Klassenzimmer Ammersee“ sowie „Austausch der Generationen und Kulturen“ fünf Schwerpunktbereiche. Der LAG-Manager schlägt dafür u.a. die Bildung von Themenkreisen mit engagierten Bürgern vor und will die regelmäßigen Konsultationen in der Bürgermeisterrunde der LAG-Gemeinden fortsetzen.

Däke erwartet, dass sich schon im neuen Jahr aus den derzeit laufenden LAG-Studien „Freizeiträume an den Seen“ sowie „Vernetzte Jugendplätze der Region“ erste Projektideen entwickeln. Zu den Studien mit ihrem Vernetzungsgedanken der Mitgliedsgemeinden meint Däke: „Hier kommt etwas zusammen, was bisher in dieser Form rund um den Ammersee nicht da war. Die Studien sind wichtiger Bestandteil für unseren LEADER-Prozess.“

Ebenso forcieren will er Kleinvorhaben in der Region im Rahmen des LAG-Projekts „Bürgerengagement“. Seit Jahresbeginn kann die LAG Ammersee auf formlosen Antrag lokaler Akteure nach Steuerkreisentscheidung kleinere Einzelmaßnahmen unterstützen. Diese sollen einen Beitrag zur Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie beisteuern und das bürgerschaftliche Engagement stärken. Bis Ende 2020 stehen dafür insgesamt 22.000 EUR zur Verfügung, im Laufe eines Kalenderjahres will die LAG Ammersee maximal 5.000 € für Einzelmaßnahmen bewilligen.

Neuerungen im Steuerkreis

Die Mitgliederversammlung wurde davon informiert, daß Frau Anke Strobel als 1. gewählte Nachfolgerin, den Sitz der zurückgetretenen Uta Kachel übernahm. Von der Mitgliederversammlung kamen keine Einwände. Danach stellte Pater Theophil von der Abtei St.Ottilien das LEADER geförderte Projekt Missionsmuseum, Herr Herwig Stuckenberger das von LEADER geförderte Projekt Kulturlandschaft Ammersee-Lech und Frau das von LEADER geförderte Projekt Schacky-Park vor. Beschlüsse wurden keine gefasst.

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Diana Landschaftspark Schacky-Park Dießen

 

Lidl KellerKulturlandschaften der Ammersee-Lech Region

 

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